LTE – Lange Wartezeit für Provider

Der Ausbau der wichtigen LTE-Breitbandnetze verzögert sich und sorgt bei Anbietern wie der Deutsche Telekom AG oder Vodafone für Verärgerung. Bei der zuständigen Bundesnetzagentur warten derzeit über 10.000 Anträge auf ihre Bearbeitung. Nur nach deren Freigabe können die LTE-Netze genutzt werden. Die Bearbeitungszeit beläuft sich mehr als sechs Wochen. Laut dem Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) dürfte sich die Zahl der Anträge im nächsten Jahr auf 30.000 verdreifacht haben. Nicht nur die großen Telekommunikationskonzerne sondern auch die Mobilfunkdiscounter betrifft diese langsame Bearbeitung der LTE-Anträge, da sie zum Großteil die Netze von Vodafone, Telekom oder E-Plus nutzen.

In den ländlichen Regionen steht LTE zwar mittlerweile zwar flächendeckend zur Verfügung und die LTE-Netze werden in den Städten ausgebaut aber die Netzabdeckung ist dennoch teilweise unzureichend. Bei LTE handelt es sich um den UMTS-Nachfolger Long Term Evolution und bietet eine Bandbreite von bis zu 300 Megabit pro Sekunde. Eine hohe Bandbreite wird immer wichtiger, da neue Web 2.0-Dienste wie Videotelefonie oder Onlinespiele eine solche Datenrate benötigen. Zur Zeit werden noch keine LTE-Tarife auf Prepaid-Basis angeboten.

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