Prepaid-Karten ab Juli nur mit Personalausweis

news-handy-girl3Der Gesetzgeber hat einen Beschluss verabschiedet, mit dem es ab Juli schwieriger wird eine Prepaid-Karte für das Handy zu erwerben. Die Karten lassen sich dann nicht mehr anonym kaufen und erfordern von Käufern einen erhöhten Zeitaufwand. Die Einzelhändler wie Kioske, Supermärkte oder Discounter, die Mobilfunk-Prepaidkarten im Angebot haben, rechnen wegen der Neuregelung mit einem Umsatzminus.

Der Grund für die Entscheidung ist eine Unterbindung des massenhaften Kaufs von Prepaidkarten durch Kriminelle und Terroristen. Diese Personengruppen würden der Bundesregierung zufolge oft falsche Identitäten einsetzen oder Strohmänner für den Kauf der Guthabenkarten verwenden. Die gekauften Prepaidkarten würden für ein Gespräch eingesetzt und danach in den Papierkorb geworfen, um die Arbeit von Sicherheitsbehörden bezüglich der Suche nach kriminellen und terroristischen Personen zu erschweren.


Wer ab Juli eine Prepaidkarte kaufen möchte, der muss im Geschäft künftig zum Nachweis der eigenen Identität den Personalausweis vorlegen. Bei der Freischaltung der Karte ist eine erneute Vorlage des Personalausweises erforderlich. Der Prepaid-Mobilfunkmarkt startete in Deutschland vor 20 Jahren mit dem Mobilfunkanbieter E-Plus und mittlerweile gibt es bundesweit ca. 60 Millionen Prepaid-Karten, die aktiv genutzt werden.

Der Vorteil eines Prepaidtarifs ist die hohe Flexibilität, weil keine Mindestvertragslaufzeit besteht und auf Guthabenbasis telefoniert, SMS versendet und mobil im Internet gesurft wird. Der Kunde bestimmt mit der Höhe des eingezahlten Guthabens wie hoch seine monatlichen Ausgaben für Mobilfunk sein werden.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.

suchticker.de